die Linguistin im Gespräch
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen bei Multilingual Stories!
00:00:02: Heute habe ich wieder einen Gast mitgebracht.
00:00:04: Ich freue mich sehr, dass wir es geschafft haben nach einer langen Termin-Findungs-Odyssee.
00:00:10: Liebe Kübra!
00:00:11: Kübraschönen wie ich jetzt gerade gelernt hab.
00:00:14: Ich freu mich riesig das wir es heute geschafft haben.
00:00:16: Lieber Kübra bitte stelle dich kurz vor wer bist du?
00:00:19: Wo lebst du?
00:00:20: Erzähle uns ein bisschen was von dir.
00:00:22: Ja, also erst mal Danke für die Einladung.
00:00:24: Ich freu mich auch total jetzt das zu machen mit dir und... Also ich bin Kübra, schönen genau!
00:00:33: Ich lebe im schönen Kalifornien mit meinem Mann und meinen beiden Kindern Und ja wir haben einen sehr multilingualen Alltag denn ich versuche meist mit den Kindern türkisch zu sprechen.
00:00:46: Ich habe einen türkschen Hintergrund Mein Mann ist aus Deutschland, wir sprechen... Also die Familiensprache ist Deutsch.
00:00:54: Aber wir leben halt in den USA und somit ist die Umgebungssprache Englisch und mehr Sprachigkeit ist immer Thema bei uns jeden Tag.
00:01:04: Jeden Tag genau!
00:01:05: Wir kennen uns ja jetzt auch schon ein bisschen länger.
00:01:08: Kübra du hast vor ich weiß nicht mehr wie vielen Jahren doch ein Bar bei mir den MMC Malte-Lingual Moment im Club als Gruppenprogramm als Mama gemacht und hast dich dann letztes Jahr, also eigentlich schon seit dem Jahr zwanzig dafür entschieden.
00:01:24: Aber bis zum Jahr zweitens zwanziger gestartet in der ersten Runde und bis somit jetzt auch zertifizierte Linfluss-Mehrsprachigkeitsberaterin.
00:01:32: Nimm uns vielleicht ein bisschen mit was hatte ich dazu angetrieben dich dann für die Ausbildung zu interessieren dich anzumelgen Genau.
00:01:41: Was ist da so ein bisschen die Mission, auf der du unterwegs bist im Rahmen dieser Tätigkeit?
00:01:47: Also ich
00:01:49: habe
00:01:50: mein erstes Kind.
00:01:51: kamen in den Jahren zwei Tausend achtzehn auf die Welt und zweitausend zwanzig als sie Pandemie angefangen hat.
00:01:58: Und weil man angefangen hatte zu Hause zu arbeiten, habe ich festgestellt dass das irgendwie mit dem nur noch Türke sprechen und dieser Sprachexplosion, die die Kinder um dieses Alter herum haben irgendwie für mich auf einmal ganz schwierig wurde.
00:02:13: Ich konnte, ich habe gemerkt, ich hab ganz viele Unsicherheiten.
00:02:17: Ich bin davon ausgegangen dass sich mein Kind verwirre und war einfach total verloren.
00:02:25: Ich kann es nicht anders sagen, ich bin die einzige die hier mit den Kindern türkisch spricht.
00:02:31: wirklich große türkische Community in die ich die Kinder mit einbeziehen könnte.
00:02:35: Ich habe mittlerweile eine kleine, aber das ist ein anderes Feld sozusagen und ja ich war so ein bisschen auf der Suche nach Hilfe und hab einfach mal online geguckt und recherchiert ob es da was gibt und dachte eigentlich was soll es da geben außer diese Bücher die schon hatte wie zum Beispiel One language, one parent?
00:02:56: und irgendwie habe ich aber gemerkt das funktioniert nicht weil ich kann das nicht umsetzen da ich zweisprachig aufgewachsen bin zwei sprache begleiten möchte.
00:03:08: Aber da kam jetzt die dritte dazu Und dann hab' ich dein Profil gefunden und es war tatsächlich schon da war das auch noch nicht so verbreitet, dass man online einfach direkt zugeschlagen hat oder dass man sofort was bezahlt hat.
00:03:25: Da war die Skepsis noch wesentlich größer.
00:03:27: ich weiß sie ist heute immer noch da aber damals habe ich das Gefühl war sie noch größer.
00:03:32: und dann bin ich dir erstmal still unheimlich gefolgt und hab erst mal beobachtet und hab gedacht was macht die Bettina da?
00:03:41: Und es hat mir einfach immer wieder mit jedem Post den du gemacht hast Hat es mich bestätigt, dass ich gerne Hilfe von dir haben möchte?
00:03:51: Und ich weiß noch genau wie das war.
00:03:53: Wir haben so ein bisschen hin und her geschrieben... ...und der MMC sollte irgendwie am nächsten Tag losgehen!
00:04:00: Das ist ja auch nicht wenig Geld was man da in die Hand nimmt.. ..und ich habe irgendwie hin- und her überlegt.
00:04:06: Eigentlich wusste ich das, dass sich das mache aber es war immer noch so ein bißchen diese... Ah, ich weiss nicht.
00:04:12: Wird mir das wirklich
00:04:13: helfen?!
00:04:15: Und dann weiß ich noch, wie ich abends im Bad in dunkeln weil ich niemanden wecken wollte.
00:04:21: Dir geschrieben hab okay ich mach's!
00:04:22: Ich mache es jetzt einfach und dann habe ichs gemacht und das war die beste Entscheidung die ich wirklich was die Mehrsprachigkeit für unsere Familie betrifft entschieden habe.
00:04:34: Ich habe dann gleich zwei Kurse hintereinandergemacht.
00:04:36: wir haben also ein Jahr lang zusammen gearbeitet und ich war ganz wehmütig und traurig als das zweite mal zu Ende ging aber ein anderer Mensch.
00:04:46: Ich war selbst sicher im Bezug auf unsere Mehrsprachigkeit, ich habe gelernt in mir zu ruhen mit diesem Thema und habe während ich diese Kurse bei dir gemacht hab schon gedacht ist das cool was die Bettina da macht?
00:05:00: Ist das toll!
00:05:02: Nicht nur bringst du die Eltern ja so viel näher zu ihrer Identität und zudem wer sie sind und was sie ausmacht sondern das schlägt ja Wellen.
00:05:13: Das ist ja nicht nur ein Elternteil, sondern Ja das betrifft die gesamte Familie und ich habe damals schon gedacht dass es so unglaublich schön was du machst.
00:05:23: Ich würde das auch so gerne machen und ich weiß sogar noch Wie ich eines abends mein Mann gesagt hab ich hätte linguistik studieren sollen.
00:05:30: können wir jetzt das machen?
00:05:35: Und als dann Die erste werbung bei mir kam von dir Dass du diese Ausbildung anbietest, wusste ich sofort.
00:05:46: Boah!
00:05:47: Also das ist das Universum was mich gehört hat.
00:05:51: Das ist ein Universums Ruf und es hat mich gehört.
00:05:54: Und dann hatte ich aber natürlich auch große Zweifel weil ich nicht aus dieser Richtung komme.
00:05:59: Weil ich ja was das angeht gar keine Erfahrung habe und da hab' ich dann auch erst mal gezögert Und hab so ein paar Tage mit mir gehadert und dann dachte ich, Moment mal.
00:06:13: Wir reden hier von Bettina!
00:06:15: Ich schick dir jetzt einfach eine Nachricht und frag wie's ist?
00:06:18: Kann ich bitte
00:06:19: mitmachen?!
00:06:21: Dann habe ich die geschrieben und du hast dich gemeldet und wir haben gesprochen und es war klar, ich mach das.
00:06:28: Weil der Motor dafür, der ist in mir drin.
00:06:31: Magst du uns mehr über diesen Motor erzählen?
00:06:35: Ja also... Ich versuche es so zu machen, dass ich nicht zu weit aushuhe.
00:06:43: Und wenn ich zu weit aushole dann vertraue ich auch deine auf deinem Spiegel genau mich zurück.
00:06:49: Wenn
00:06:49: du jetzt im Sinne dessen, dass du damit ja auch mittlerweile selbstständig bist, versuch mir in drei Sätzen zu sagen was dein Motor ist?
00:07:03: Mein Motor ist das ich mir wünsche dass Kinder auf der ganzen Welt, also in ihrer gesamten Persönlichkeit gesehen werden.
00:07:17: Das ist glaube ich der größte Motor in mir und zu dieser gesamten Personigkeit gehören eben auch die Sprachen, die sie sprechen.
00:07:27: Und jetzt gehen wir ein Schritt weiter.
00:07:29: das ist nämlich jetzt mein Spezialgebiet.
00:07:33: Auch Neurodivergenzen gehören dazu.
00:07:37: Das ist ja das Feld, worin ich mich jetzt sozusagen spezialisiert habe.
00:07:44: Und das ist glaube ich mein Antrieb.
00:07:46: Mein Antrieb ist Ich möchte dass diese Kinder gesehen werden in ihrer gesamten Persönlichkeit In all ihren Facetten und dazu gehört eben Ja die Die unterschiedlichkeiten gehören dazu in allem Genau
00:08:06: Gänsehaut Gänsehaut.
00:08:11: Für mich, ich glaub wird's ja brauchen heute noch Taschentücher.
00:08:17: Das
00:08:17: ist keine gute Zeit!
00:08:19: Ich schau grad... Mir sind meine Taschendücher in meinem Büro ausgegangen und ich hab hier immer eine Box stehen, weil ich grundsätzlich schon nahem Wasser gebaut bin.
00:08:29: aber meine Box ist leer geworden, ich habe gerade keinen.
00:08:36: Also all das was du jetzt gesagt hast Hätte ich ja mit der Ausklammerung der Neurodivergents, und ich sage auch gleich warum, hätte ich vor sieben, sechs oder fünf Jahren genauso gesagt.
00:08:52: Das war immer auch mein Motor!
00:08:54: Und das ist mir im Laufe der Jahre auch immer klarer geworden.
00:09:01: Also einerseits ist NeuroDivergants etwas, dass sowieso in meiner Welt zumindest in der Bubble, in der ich unterwegs bin... Gott sei Dank etwas ist, das immer lauter wird und immer präsenter wird auch.
00:09:13: Und auch immer als etwas... Also dass wir nicht mehr von normalen und abnormalen sprechen, sondern dass es eine Varietät ist schlicht und ergreifend, wo es ganz viele Vorteile gibt, ganz viele Stärken gibt die da auch genutzt werden können.
00:09:30: Dass das nicht einfach nur eine Schwäche ist ein Anderssein, das gemanagt werden muss, dass da auch ganz viele Assets dabei sind.
00:09:39: Und ich habe mich wahnsinnig gefreut, wie du dich für die Ausbildung entschieden hast.
00:09:45: Ich kann mich auch noch ganz genau daran erinnern.
00:09:49: Du warst einer der Ersten, die sich bei mir gemeldet hat und hast mich ja komplett vom... Ich war selbst am Anfang sehr überwältigt von dem Feedback, das ich bekommen habe.
00:09:59: Dass du großes Interesse herst.
00:10:00: Und Du hast mir nämlich sogar ein SMS geschickt!
00:10:03: Also ein gutes altes Textmessage.
00:10:06: auf allen Kanälen ist es gekommen zu mir und ich hab mich wahnsinnig gefreut weil wir ja schon so intensiv miteinander gearbeitet haben und ich schon wusste was da kommt dass Du Dich dafür entschieden hast.
00:10:17: und die Riesenbereicherung für mich persönlich auch Und für diese Bewegung ist, dass du dich eben genau auf dieses Thema spezialisiert hast.
00:10:29: Du warst für mich immer schon auch in der Zusammenarbeit ein Vorbild auch in einer Art und Weise wie du Beziehungs- und Bedürfnisorientierung in deiner Familie gelebt hast.
00:10:39: Und zu wissen das jemand wie du sich meiner Bewegung anschließt und da einfach auch einen Wissen und eine Tiefe mit hinein bringt Für neurodivergenten Menschen, für Familien die neurodiversienter Kinder haben war für mich von Anfang an ein Riesengeschenk.
00:11:02: Danke!
00:11:04: Weil ich einfach auch der Meinung bin dass diese Menschen genauso wie alle anderen in ihrer Gesamtheit gesehen werden müssen.
00:11:12: Ich glaube wir sprechen da auch die gleiche Sprache.
00:11:19: Ich erzähle jetzt kurz was anderes.
00:11:20: Ich hatte vor einiger Zeit einen Kennengangespräch mit einer Mama für den MMC-Multi-Lingolomanter im Club, mit neurodivergenten Kindern und die ist in diesem Kennengangspräch immer wieder darauf eingegangen, ja aber die Kinder sind ja neurodivagent, da war es ja neuroDivagents bis ich dann zu ihr gesagt habe du das ist eine wichtige Information für mich keine Frage.
00:11:37: Es ändert aber nichts an meiner grundsätzlichen Herangehensweise nämlich wir schauen uns die Kinder an Wir finden heraus was sie brauchen Und so gehen wir vor
00:11:48: Ja, genau.
00:11:51: Und bei Eltern von neurodivergenten Kindern kommt halt tatsächlich noch hinzu dass sie im Alltag so unglaublich viel leisten was niemand sieht.
00:12:03: Was niemand sieht weil unsere Gesellschaft auf neurotypische Menschen ausgerichtet ist und wirklich darauf ausgelegt ist das man entweder funktioniert oder man hat eben Schwierigkeiten, man ist komisch, man is anders... Also eigentlich, wenn die Gesellschaften weiterhin so bleiben wie sie sind dann kann diese Arbeit nur noch von uns kommen.
00:12:27: Dann kann dieser Arbeit nur mit den Eltern stattfinden.
00:12:32: Die wissen das funktioniert für uns so nicht und ich möchte wirklich... Und das ist meine echt große Mission mit dieser Arbeit.
00:12:43: Ich möchte dahin dass die Gesellschaft sagt Es ist so wie es ist.
00:12:51: Es gibt verschiedene Formen, wie Menschen funktionieren und das eine kann richtig für dich sein.
00:12:58: Das heißt aber nicht dass es das Richtige für dich ist Und das ist für mich ich sehe das jeden Tag überall Dass es viel Verurteilung gibt, dass es viel Beschämung gibt.
00:13:18: Da ist einfach noch soviel zu tun Und ich möchte einfach mit diesen Eltern arbeiten, die sowieso schon so einen enormen Druck auf sich tragen.
00:13:28: Also sie haben so eine Last, ihre Kinder durch den Alltag der für neurotypische Menschen ausgerichtet ist, durchzubringen – diese brauchen nicht noch mehr Druck!
00:13:42: Die brauchen nicht doch mehr Listen mit Dingen, die sie besser machen sollen… Anders machen sollen.
00:13:50: Ja, die brauchen jemanden der grundsätzlich erst mal aufhört zu fragen Wieso geht es bei euch nicht?
00:14:00: In dem Sinne Sondern wirklich erstmal zu hören und dann zur frage gehen schauen wir uns doch mal an Warum ist bei euch so wie ihr das gerne haben möchtet nicht geht Und dann wirklich auf die familien zugeschnitten Methoden anbieten, die funktionieren und die in ihrem Alltag funktionieren.
00:14:21: Weil sie sowieso schon so viel leisten was nicht gesehen wird.
00:14:27: Das wird einfach nicht gesehen!
00:14:29: Und Eltern haben sowieso mit dieser Sache zu tun dass sie viel Arbeit leisten die nicht sehen wird.
00:14:38: So oder so schon?
00:14:38: Egal ob narrotipisch oder narrotivergent.
00:14:41: Genau
00:14:42: genau so oder so?
00:14:44: ja
00:14:45: wie bringst du das jetzt Zusammen mit der Mehrsprachigkeit, was ist die Besonderheit von mehrsprachigen Familien?
00:14:52: Mit Neurodivergents in der Familie.
00:14:54: Wo auch immer die liegt – bei den Eltern oder bei den Kindern oder bei allen.
00:14:59: Wie bringst du das zusammen und wie passt die Linkflussmethode für dich darin?
00:15:03: Wie bringe ich das zusammen?
00:15:05: also erstmal natürlich zuhören und verstehen und Druck rausnehmen und auch erstmal anerkennen, dass es wirklich anstrengend ist.
00:15:22: Wir wissen alle wie anstrendend es ist ein Kind durch einen Wutanfall zu begleiten und wie viel Kräfte... also wie kräftezehrend das eigentlich ist.
00:15:34: wenn man sich jetzt überlegt, dass man das mehrmals täglich eigentlich leistet weil neurodivergente Kinder oft ihre Umwelt anders filtern und die Reize in ihrer Umgebung anders filtern, und eben häufiger schneller überfordert sind.
00:15:52: Und diese Anfälle einfach öfter kommen zum Beispiel – das ist nur ein Beispiel!
00:15:56: Dann weiß man da ist eigentlich nichts mehr zu holen von den Eltern?
00:16:02: Wir können eigentlich nicht mehr verlangen.
00:16:04: Das Schöne an der Linkflussmethode ist ja dass wir die Eltern dort abholen wo sie gerade stehen.
00:16:13: Wie sieht es denn eigentlich überhaupt bei euch aus und was möchtet ihr eigentlich?
00:16:18: Und dann wirklich zusammen mit ihnen dort hingehen.
00:16:24: Hand in Hand, ohne Druck, ohne Müssen... Das ist ja das Schöne an Linkfluss!
00:16:34: Wir informieren die Eltern, so dass sie informierte Entscheidungen treffen können.
00:16:38: Die Entscheidung treffen die Eltern letztendlich immer noch sie selber.
00:16:42: aber wir geben ihnen eben die Mittel und Sie können sie nutzen.
00:16:48: Und ich habe es jetzt noch niemanden erlebt der gar nichts davon umgesetzt hat weil es ja einfach auch eine Hilfe ist und Hilfe entlastet.
00:16:58: Ja absolut voll schön!
00:17:01: Für mich war das eigentlich total klar Also auch in meiner Abschlussarbeit, die ja genau über dieses Thema ging.
00:17:10: Also ich wusste das ja vorher schon.
00:17:12: aber so beim Schreiben und beim ans Ende kommen... Da war für mich einfach so Jackpot!
00:17:19: Alles richtig gemacht.
00:17:22: Wirklich es war einfach die richtige Entscheidung für mich und meine Familie.
00:17:25: Es war eine richtige Entscheidung, mich damit jetzt selbstständig zu machen.
00:17:29: Ich stehe voll und ganz dahinter dieser Methode.
00:17:34: Was gibt es eigentlich denn schöneres, das gefunden zu haben wofür man brennt und das an andere Leute zu tragen?
00:17:43: Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen in der Selbstständigkeit als dieses Gefühl.
00:17:49: Kann ich zu hundert Prozent unterschreiben!
00:17:57: Wenn wir jetzt vor allem auf die Ausbildung schauen hat ja zwölf Monate gedauert.
00:18:02: da ist viel passiert.
00:18:05: Die zwölf Monate waren auch für dich nicht immer total easy.
00:18:09: Du bist jetzt auch nicht zwölft Monate dadurch gesegelt mit frischer Prise und ruhiger See, wenn du die zwölften Monate anschaust.
00:18:19: Wovor hattest du davor?
00:18:20: die größten Sorgen oder Bedenken?
00:18:22: vielleicht?
00:18:23: Und wie hat das dann während der Zwölfmonate tatsächlich ausgeschadet?
00:18:28: Ja also meine meine größte meine größten Sorge waren tatsächlich dass ich es nicht schaffe dass ich das nicht leisten kann, dass ich mir noch etwas Neues aufhalse sozusagen oder dass ich ein neues Commitment eingehe wozu ich nicht stehen kann.
00:18:45: Ich bin auch einen Mensch der wenn er ja sagt, das zu hundert Prozent durchzieht und ich hatte Angst das nicht leisten zu können.
00:18:56: Und da weiß ich noch genau.
00:18:58: darüber haben wir gesprochen am Telefon und ich weiß noch genau wie du gesagt hast Kübra Ich will ja, dass du es schaffst.
00:19:06: Mir liegt ja nichts daran, dass Du es nicht schaffest und wieder einmal hast Du mir da die Sicherheit gegeben, die ich einfach hören musste?
00:19:15: Ich muss das nicht so schaffen wie andere und ich muss es auch nicht schaffen für andere sondern ich schaffe das für mich und ich schaffse meinem Tempo und ich werde das schaffen!
00:19:26: Irgendwie wird das schon gehen.
00:19:28: und nein, ich bin nicht durch diese zwölf Monate durchgesägelt.
00:19:31: Und es war ein Breeze.
00:19:33: also Das war alles andere als als einfach für mich.
00:19:40: Ich glaube man muss es tatsächlich immer wie in so einer Waage betrachten.
00:19:46: Ich habe quasi Familienzeit geopfert weil ich unter der Woche wenig dazu gekommen bin, über Tag was zu machen für die Ausbildung.
00:19:58: Ich habe mich müde aus der Einschlafbegleitung in der ich hätte einschlafen können rausgetragen und habe mich nochmal an den Tisch gesetzt und hab noch mal diese Texte gelesen
00:20:11: mit müdem
00:20:11: Hirn und habe vieles nicht verstanden.
00:20:15: und ich war auch zum Teil gefrustert.
00:20:17: aber ich wusste ja immer wofür ich es mache Ich wusste wofür ich's mache, ich hab mein Ziel nie aus den Augen verloren.
00:20:25: Und es hat auch Familienzeit gekostet weil ich immer einen Tag am Wochenende für die Ausbildung gebraucht habe um die Hausaufgaben zu erledigen um einfach nochmal Dinge zu verstehen.
00:20:37: und ja so ein Tag am wochenende ist sozusagen dann von der Familienzeit weg Und ich musste meinen Standing in der Familie auch auf jeden Fall erst mal mir erarbeiten, weil das plötzlich eine ganz neue Herausforderung mit sich gebracht hat.
00:20:53: Also es war nicht nur so okay Mama macht jetzt diese Ausbildung sondern okay Mama ist jetzt einfach nicht da.
00:20:58: Mama kann das jetzt auch einfach nicht machen?
00:21:00: Mama kann dir jetzt gerade nicht helfen nein!
00:21:02: Es geht einfach gerade nicht und... Und klar spielt so Schuld, das ist ja immer sowieso das Thema der Eltern.
00:21:10: Also die Schuld, die wir immer fühlen, ist ja sowieso riesengroß und immer da.
00:21:15: Auch da war die Schuld da aber es hat sich jede Sekunde gelohnt für mich einfach.
00:21:24: Ich habe das für mich getan und ich hoffe auch dass meine Arbeitwellen schlägt und dass ich auch anderen Familien helfen kann Und dass sie sich so klar positionieren können, wie ich das heute mache.
00:21:42: Oder auch, wie es mir damals gewünscht hätte?
00:21:45: Also das weiß ich bei dir ja – das ist das absolut schon tut!
00:21:50: Dementsprechend alles richtig gemacht.
00:21:53: Wenn du jetzt zurückblickst und die Kübra zu Beginn der Ausbildung noch mal anschaut, was hat sich für dich verändert?
00:22:01: Wow, also so viel.
00:22:03: Ich weiß gar nicht ob wir das ja alles reinkriegen können aber...
00:22:06: Wenn du nur drei Punkte nennen dürftest was wäre es?
00:22:10: Weiß nicht vielleicht von Koalabert zu Tiger oder so?
00:22:12: ich weiss nicht.
00:22:20: Also wirklich von...
00:22:21: Wir haben gerade die Podcast im Titel gefunden von Koala zum Tiger!
00:22:28: Also wirklich vom Hey, ich guck mal.
00:22:33: Aber ich bin mir noch nicht ganz sicher!
00:22:35: Ich würde gerne... aber schaffe ich das?
00:22:37: Also von wirklich ganz viel Unsicherheit zu kommen erzählen wir und wir gehen da zusammen durch.
00:22:46: also wirklich von ganz viel Unsicherheit zur absoluter Selbst-Sicherheit.
00:22:52: Ich weiß genau wovon ich spreche, ich weiß was ich tue, ich weiss was ich will.
00:22:58: Wer meine Zielgruppe ist, ich Weiß wie mich helfen möchte wie die Hilfe am Ende begleiten darf.
00:23:06: Und das ist für mich eigentlich ein großes Geschenk.
00:23:11: und ich würde sagen von Unsicherheit und auch ein bisschen... Ich würde nicht sagen unbedingt Angst, aber ja doch schon so'n mulmiges Gefühl.
00:23:25: denn wenn wir mal ganz ehrlich sind, ich bin auch in dieser Bubble Leber in Kalifornien und hier ist die Forschung eigentlich einfach sehr, sehr weit was die Neurodivergenz angeht.
00:23:38: Die ist immer neu und aktuell Und wenn man sich dann mal aus dieser Bubble entfernt Dann merkt man einfach noch wo Da es noch so viel Widerstand und Verhardheit und Engsternigkeit und Negativität in dieser ganzen Sache dass Das ist einfach noch so viel, was man da machen muss.
00:24:05: Und ja also mulmiges Gefühl zu absoluter Klarheit mit das kann ich und das möchte Ich
00:24:17: mit Missionen und Vision am Ende voll schön
00:24:22: auf jeden Fall.
00:24:25: Da schwingt für mich auch etwas anderes mit.
00:24:32: doch auch überrascht
00:24:33: hat,
00:24:34: weil ich ja... Ich meine du warst in der ersten Ausbildungsrunde dabei.
00:24:37: Das mich überraschte und rechtzeitig eigentlich nicht, weil selber habe ich schon genug Ausbildungen gemacht und weiß was passiert.
00:24:46: aber das Spannende ist ja bei dir sieht man das auch finde ich total schön.
00:24:50: aber korrigiere mich wenn ich falsch lege dass Ja, du bist jetzt von der Nicht-Mehrsprachigkeitsberaterin zur Mehrsprachighetsberatering geworden.
00:24:58: Du hast dir viel Wissen angeeignet und viele Tools angeeignant.
00:25:02: Aber der Mensch dahinter, die Kübra ist auch zu einem anderen Menschen geworden.
00:25:08: Absolut!
00:25:09: Und da sind ja jetzt Wörter gefallen, das sind ja Gänsehautwörter vom Koala zum Tiger.
00:25:15: Das ist ja schon ein Hammerbild, aber da steckt einfach so viel Kraft dahinter.
00:25:19: und selbst vertrauen ... Ich weiß, was ich tue.
00:25:25: Und so gehe ich jetzt auch raus und so begleite ich Menschen.
00:25:29: mit diesem Wissen und dieser Sicherheit kannst du ja dann den Raum halten für Menschen die unsicher sind, die wenig Klarheit haben, die überfordert sehen, die Schuldgefühle haben weil du diese Klarheit und diese Selbstsicherheit hast.
00:25:45: Total schön!
00:25:45: Absolut.
00:25:46: also von Vision zu Mission trifft es total gut.
00:25:52: Genau, nicht nur jetzt mehrsprachigkeitsberaterin bin sondern auch ein, wie sagt man in Advocate?
00:26:01: Also für neurodivergente Kinder aber vor allen Dingen auch Eltern von neurodiversgenten Kindern werde und bin weil es einfach Zeit ist.
00:26:14: gesehen zu werden, weil es Zeit ist nicht nur die Kinder in ihrer ganzen Persönlichkeit zu sehen sondern auch die Eltern.
00:26:21: Die diese Kinder begleiten.
00:26:22: Es ist so wichtig einfach dass diese Eltern hören.
00:26:28: ich seh dich als ganze Persönlichkeit.
00:26:31: Ich sehe was du tust und ich sehe was Du leistest jeden Tag jede Stunde für deine Kinder.
00:26:35: ich sehe das oder für dein Kind.
00:26:38: Und das ist allein wenn das jemand zu jemandem sagt Das ist einfach unglaublich viel wert.
00:26:47: Und wenn dann auch noch was bei rauskommt, was nachhaltig helfen kann der gesamten Familie und Druck rausnehmen kann für mich absolut, absoluter Knaller.
00:27:03: also ich kann mir nichts anderes oder schöneres vorstellen in dem Zusammenhang.
00:27:09: Und ich muss da jetzt die Mehrsprachigkeit natürlich noch mal mit reinbringen, weil du bist ja keine Beraterin für Eltern nur die weit bergente Kinder.
00:27:16: Sondern du bist eine Beraterinn für mehrsprachige Eltern von potenziell mehr sprachig aufwachsenen neurodivergenten Kindern.
00:27:23: und mit all dieser Überforderungen und mit allen diesen Anforderungen, den besonderen Anforderung im Alltag ist völlig verständlicherweise die Mehrsprachigkeit etwas, das dann gerne und schnell unter den Tisch fällt.
00:27:37: Weil eh schon alles zu fließt und jetzt soll ich mich darum auch noch kümmern.
00:27:40: Und dass du denen dann zeigst, dass Neurodivergents egal in welcher Ausprägung kein Grund ist, das nicht trotzdem so unterzubekommen, dass es sich gut anfühlt für alle und dass es in dein Alltag passt, natürlich das ganz besondere und außergewöhnliche an dem, was du machst.
00:28:01: Und warum du auch so ein essenzieller Teil in meiner Welt für meine Bewegung bist oder für unsere Bewegungen?
00:28:08: Es ist ja nicht mehr alleine meiner, es ist ja unsere Bewegung der Bedürfnisse und Beziehungserhänge in Mehrsprachigkeit.
00:28:14: Voll schön!
00:28:16: Zwei Fragen habe ich noch.
00:28:19: Die eine Frage ist, was würdest du jemanden sagen der sich jetzt denkt?
00:28:23: Ja ich finde ja auch.
00:28:25: Mehrsprachigkeitsberaterin wäre cool.
00:28:27: die Ausbildung klingt schon irgendwie spannend aber ich weiß auch nicht soll ich soll Ich nicht?
00:28:31: ist das jetzt das richtige?
00:28:32: welchen einen Ratschlag Würdest Du in diesem Fall weitergehen?
00:28:37: muss ich erst mal gucken welchen ich jetzt aussuche weil es ich könnte jetzt tausend Sachen sagen.
00:28:44: Aber ich glaube dass Erste, was mir gerade eingefallen ist, ist wenn du auch nur eine Stimme in dir hast.
00:28:52: Dann hör auf diese Stimme!
00:28:55: Denn wir haben im Laufe des Lebens eh schon viel zu viel gelernt die Stimme zu ignorieren.
00:29:04: und wenn du diese Stimmen in dir hasst, die sagt das klingt so cool ich würde so gerne dann mach es einfach.
00:29:15: Ich habe heute auch einen, das möchte ich jetzt vielleicht noch kurz erzählen weil es bei mir gerade so präsent ist.
00:29:20: Ich hab heut wieder ein Bewerbungsgespräch gehabt für die Ausbildung und da... ...ich gehe da immer sehr intuitiv vor wo ich merke da geht das Gespräch hin und dass es vielleicht gerade dran und da ist etwas.
00:29:32: oder habe ich auch etwas gesagt was ich glaube für viele andere auch wichtig ist und was du bestätigen kannst weil du es erlebt hast.
00:29:41: Das ist ja keine Ausbildung, wo du sitzt und ich meine, du kriegst jeder Woche ein Modul freigeschalten.
00:29:46: Aber das ist ja nichts im Luftlehrenraum, wo Du alleine bist.
00:29:50: Ja, Du sitzt zu Hause und arbeitest die Inhalte grundsätzlich einmal selbstständig durch aber nicht alleine und nicht einsam sondern Du bist ja da sehr eingebätet in einer Community.
00:30:01: Du bist sehr eng begleitet durch mich und mittlerweile natürlich auch durch Diana.
00:30:07: Wir sind da!
00:30:08: Wir schauen auf Euch Und das ist kein... Naja, ich verschwinne jetzt einmal drei Wochen und bin nicht da.
00:30:13: Und keiner interessiert sich dafür, sondern wir fragen dann nach und wir schauen dann wie können wir unterstützen oder was brauchst du?
00:30:21: Das heißt, du kriegst damit ja auch wirklich eine Community mit in der die Ausbildung eingebettet ist.
00:30:28: Und es ist ein ganz, ganz essenzieller Teil des ganzen Projektes eigentlich.
00:30:33: Das stimmt!
00:30:34: Ich möchte noch hinzufügen dass Nicht nur die Community ist, die dich durch diese Ausbildung trägt.
00:30:41: Sondern du hast also ich hab Freundinnen gewonnen.
00:30:45: Wir haben heute noch Kontakt nicht nur mit denen Die sich irgendwie so zusammengefunden haben sondern als Gruppe.
00:30:54: wir haben eine Gruppe in der wir uns auf dem laufenden halten und gegenseitig fragen wie es uns geht oder eben ja auch unterstützen.
00:31:04: Das ist etwas, ja da hast du recht.
00:31:06: Da bin ich eben nicht drauf eingegangen aber das ist etwas was ein Jahr so unglaublich trägt.
00:31:12: also und motiviert auch wenn man dann die Sachen zusammen teilt und seine Aufgaben und darüber spricht.
00:31:20: und Ja große große Motivation Und ganz, ganz tolle Frauen zumindest in der ersten Ausbildung.
00:31:27: Die anderen kenne ich nicht.
00:31:29: Aber kann ich dir das nicht alles wieder ganz genauso?
00:31:33: Das glaube ich dir!
00:31:34: Kann mir bei dir auch nichts anderes vorstellen.
00:31:37: Ganz, ganz, tollen Frauen die da zusammengekommen sind und von denen man... Also jede einzelne bringt ihre Facetten mit und ist eine Bereicherung für die gesamte Gruppe.
00:31:48: Ja voll schön genau.
00:31:51: Und jetzt die allerletzte Frage Die ich immer stell, wenn ich dran denke.
00:31:58: Gibt es irgendwas was wir vergessen haben?
00:31:59: Worüber wir nicht gesprochen haben?
00:32:01: Eine Frage die ich dir nicht gestellt habe eine Geschichte die du nicht erzählen konntest
00:32:05: Ja vielleicht noch den Zusatz dass ich selber auch Neure Divergent bin und dadurch einfach auch großes Verständnis habe für beide Seiten sowohl für die Eltern als auch für die Kinder.
00:32:17: Ansonsten fällt mir grad nichts mehr ein.
00:32:21: Wenn man dich sucht, kennenlernen möchte, deine Unterstützung möchte.
00:32:25: Dann geht das ganz einfach indem man auf den Link oder einen der Links, entweder dem zu deiner Webseite oder dem zu deinem Instagram Profil glaube ich folgt und sich mit dir ganz einfach in Verbindung setzt.
00:32:39: Genau also mein Instagram Profi ist noch recht leer weil ich in der Umsetzung bin.
00:32:45: aber ja das kommt nichts.
00:32:48: Man findet dich trotzdem dort und man kann jeden Fall dort kontaktieren.
00:32:53: Auf jeden Fall, genau!
00:32:55: Liebe Kübra vielen herzlichen Dank für deine Zeit, für deine Energie, für deinen Einsatz, für Deine Mission, für alles was Du mir auch beigebracht hast über Narrow Divergence.
00:33:05: Wenn du jetzt zugehört hast, erstens einmal danke dass du bis zum Schluss bei der Folge dabei geblieben bist und wenn du mehr wissen möchtest über die Ausbildung findest du auch direkt in den Show notes.
00:33:15: Den Link zur Info-Liste da bekommst du direkt ein Ausbildungsfolder zugeschickt.
00:33:20: Die Türen schließen für die dritte Runde am fünfundzwanzigsten September.
00:33:24: das heißt die Uhr tickt mittlerweile schon.
00:33:27: setz dich mit mir in Verbindung Dieser eine Funke da ist, von dem die Kübra vorhin geredet hat.
00:33:32: Volk ihm!
00:33:34: Ich freue mich riesig darauf dich kennen zu lernen und ich freue mich auch wenn du das nächste Mal wieder dabei bist.
00:33:39: Wenn es wieder heißt hallo und herzlich willkommen bei Martylingual Stories.