Multilingual Stories

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die Linguistin im Gespräch

Transkript

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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen bei Multi-Lingual Stories.

00:00:02: Ich freue mich riesig, dass du heute wieder dabei bist!

00:00:04: Wenn es um die Frage geht, wann ist das denn eigentlich zu spät für die Mehrsprachigkeit meines Kindes?

00:00:10: Und ich möchte heute verschiedene Antworten auf diese Frage geben – eine ganz kurze, auf den Punkt gebrachte, eine ein bisschen längere, die überleitet zur Antwort, die auch die Wissenschaft auf dieser Frage gibt und dann eine dritte Antwort, die ausführlicher ist und wo ich auf die einzelnen Altersgruppen eingehen möchte.

00:00:29: Und welche Besonderheiten wir da beachten müssen beim Meersprachigen?

00:00:32: aufwachsen.

00:00:33: Die kurze und knackige Antwort ist, es ist nie zu spät für die Mehrsprachigkeit!

00:00:37: Der beste Beweis dafür sind Menschen, die als Erwachsene noch eine Sprache lernen – so wie ich zum Beispiel gerade mein griechisch sehr aktiv vorantreibe oder z.B.

00:00:47: auch Anja Licht, die vor ein paar Wochen im Podcast erzählt hat, wie sie mit forty-fünf Jahren begonnen hat ihre Muttersprache, also die Sprache ihrer Mutter Koreanisch endlich so zu lernen, damit sie auch damit kommunizieren kann.

00:01:01: Die etwas längere Antwort auf die Frage ist Naja Für Eltern, um ihre Sprache an ihre Kinder weiterzugeben gibt es sehr wohl ein Fenster das man beachten sollte.

00:01:13: Spätestens mit siebzehn Jahren ändert die Phase in der wir sinnvollerweise als Eltern eine Sprache im sogenannten Immersionskonzept.

00:01:23: Das heißt dass die Sprache einfach ein selbstverständlicher Teil des Lebens ist und die Kinder davon umgeben sind und so automatisch die Sprach erwerben.

00:01:31: Das endet mit ca.

00:01:32: siebzen Jahren.

00:01:33: Das heißt, der Einstieg sollte dann auch entsprechend davor stattfinden damit wir eben noch ein paar Jahre haben um diese Phase überhaupt zu nutzen.

00:01:43: Having said that ich habe auch schon eine Mama begleitet die zu mir gekommen ist als ihre Söhne, fünfzehn und siebzehn Jahre alt waren.

00:01:50: Die beiden konnten schon etwas muss sich der Vollständigkeit halber dazu sagen aber die Sprache war abhandengekommen.

00:01:56: über dieses Thema nämlich die Reaktivierung einer Sprache spreche ich übrigens in der nächsten Folge.

00:02:01: also wenn dich das interessiert Dann schalt auf jeden Fall nächste Woche wieder zu.

00:02:05: Was passiert mit siebzehn Jahren?

00:02:07: Dazu sage ich dann ein bisschen später noch ausführlicher was, aber das Wichtigste aus meiner Sicht ist dass die Kinder dann einfach langsam erwachsen sind und die Verantwortung dann weg von den Eltern hinzu.

00:02:19: den Kindern geht sich um die Sprache zu kümmern.

00:02:23: Wenn du also bisher noch nicht angefangen hast und dein Kind bereits ein Teenager ist, nein es ist noch nicht zu spät aber fang lieber früher an als später damit du diese Phase wo das Kind noch bei dir ist eben auch ausnutzen kannst.

00:02:34: Bevor ich jetzt von dieser bisschen längeren Antwort übergehe auf die einzelnen Altersgruppen und mir mit dir genau anschaue welche Besonderheiten es in den einzelnen Gruppen gibt möchte ich noch einen kurzen Blick auf die Wissenschaft lenken.

00:02:50: Denn was sagten die Wissenschaft eigentlich zu der Frage, wann es zur spät ist für den Mehrsprachengeld?

00:02:54: Wenn du halt zum ersten Mal hier bist dann herzlich willkommen!

00:02:57: Ich freue mich riesig dass du in meiner Welt gelandet bist.

00:03:01: Wahrscheinlich hat dir die Folge jemand weitergeleitet wer sich gedacht hat das du diese Folge unbedingt hören muss.

00:03:08: Ich freue mich sehr, dass du hier bist!

00:03:09: Abonnier meinen Podcast damit du keine Folge mehr versäumst und hinterlasst uns super gerne einen Kommentaren der Zählungsvideo diese Folge gefallen hat.

00:03:18: Jetzt geht's aber direkt weiter zur Wissenschaftsfrage.

00:03:20: Bevor wir uns dieser Frage widmen müssen wir zuerst eine andere Frage stellen Nämlich in die Fern Die Antwort der Wissenschaft auf die Frage Wann es zu spät ist für die Mehrsprachigkeit eigentlich relevant ist für Eltern und für Familien.

00:03:37: Und um das beantworten zu können, müssen wir uns die Frage nach dem eigentlichen Ziel stellen – Ist es Ziel?

00:03:44: dass dein Kind eine derart hohe Kompetenz in deiner Sprache erreicht, das es in einem Laborversuch praktisch nicht mehr unterscheidbar wäre von einem Kind, das von Anfang an mit dieser Sprache aufgewachsen ist.

00:03:57: Oder ist ein Ziel vielmehr, dass dein kind eine Beziehung zur Sprachaufbaut?

00:04:02: Dass er sich unterhalten kann mit Verwandten und sich im Land mit Menschen verbinden kann?

00:04:08: Dass es einen anderen Zugang zu Kultur bekommt eine Verbindung zu seinen eigenen Wurzeln auch über die Sprache herstellen kann.

00:04:16: Und für das zweite Ziel ist die Antwort der Wissenschaft eigentlich sekundär.

00:04:22: Ganz irrelevant, ist sie aber trotzdem nicht!

00:04:24: Eine sogenannte kritische Periode in Bezug auf den Spracherwerb wird immer wieder diskutiert in der Wissenschaft und immer wieder untersucht – und zwar im Hinblick auf folgende Frage und folgendes Ziel bis wann ist es möglich einer Sprache so zu erwerben?

00:04:40: dass man nicht mehr von einem Erstsprecher, also jemanden der vom Geburt an mit der Sprache aufgewachsen ist zu unterscheiden ist.

00:04:48: Und die Antwort darauf ist nicht ganz so einfach und variiert je nachdem... Welche sprachliche Domäne wir uns anschauen?

00:04:55: Also schauen wir zum Beispiel auf die Aussprache, schauen wir auf den Wortschatz oder schauen wir z.B.

00:05:00: auf die Grammatikentwicklung eines Kindes und die Antwort variiert leider auch ein bisschen je nach Studie.

00:05:07: Was gesichert scheint Kinder erwerben eine Sprache grundsätzlich leichter und erreichen langfristig eher ein sogenanntes Erstsprachniveau als Erwachsene.

00:05:16: Das an sich wird dich jetzt wahrscheinlich nicht viel überraschen.

00:05:19: Gleichzeitig gibt es mittlerweile auch gute Hinweise darauf, dass dieses sogenannte Fenster in der dieser Spracheverb so einfach funktioniert tatsächlich sehr viel länger offen ist als wir das lange Zeit angenommen haben.

00:05:31: Es gibt zum Beispiel eine groß angelegte Studie aus dem Jahr zehntausend achtzehn mit über sechs hunderttausend Studien Teilnehmern die zu dem Schluss gekommen sind dieses Erwerbsfenster, in der es Menschen besonders leicht fällt die Grammatik einer Sprache.

00:05:48: Also ein hochkomplexes System sich anzueignen sehr viel länger offen ist als wir ursprünglich gedacht haben nämlich bis rund siebzehn Jahren.

00:05:57: Gleichzeitig ist diese Studie auch zu dem Schluss gekommen dass es eine sehr lange Exposure also einen sehr langen Kontakt zu einer Sprach braucht damit sich diese volle Kompetenz auch entwickeln kann.

00:06:11: Darum kommen die Forscher dieser Studie auch zu dem Schluss, dass es eine gute Idee ist mit einer Sprache – zumindest den Hinblick auf den Grammatiker-Werb – bis rund zehn Jahren spätestens begonnen zu haben damit man eben dieses Fenster bis siebzehn dann noch voll ausnutzen kann.

00:06:27: Aber ich möchte hier nochmal sagen, hier geht's um die Frage wann muss man denn spätestens beginnen um eine Chance auf ein Erstsprecherniveau zu haben?

00:06:37: und nicht um die Frage, wann muss man denn beginnen damit man in einer Sprache kommunizieren kann dass man sich mit den Menschen verbinden kann das man sich austauschen kann.

00:06:46: Dass man im Beziehung gehen kann?

00:06:48: Das sind zwei Dinge die müssen wir ganz klar voneinander trennen Und ich möchte hier an dieser Stelle diese Studie und auch andere ähnliche Studien nochmal in die relevante Perspektive setzen nämlich Diese Studien Beschäftigen sich vor allem mit menschlicher Kognition.

00:07:04: Wie funktioniert menschliche Kognitions überhaupt?

00:07:07: Welche Entwicklungsschritte, welche Entwicklungsstufen gibt es?

00:07:11: Wie lange kann unser Gehirn welche Leistungen in welcher Art erbringen?

00:07:15: und damit ist für mich auch völlig klar dass wir nicht diesem Irrtum auferliegen sollten das wir solche Studien als Parameter für älterliche Entscheidungen nehmen.

00:07:24: Wenn eine Forschungsfrage die darauf abzielt, bis wann ein Mensch ein sogenanntes Erstsprecher-Niveau einer Sprache erwerben kann soll nicht als Entscheidungsgrundlage dienen für Eltern, die gerne hätten dass ihre Kinder sich mit den Großeltern verständigen können.

00:07:39: Die gerne hätten das die Kindessich in ihrem Herkunftsland selbstständig zurechtfinden.

00:07:44: Hier müssen wir uns ganz klar von der Idealisierung eines Erstsprechers distanzieren und uns klar vor Augen führen zumindest so weit zu beherrschen, dass man sich verständigen kann als sie gar nicht.

00:07:59: zu beherrschen.

00:08:00: Und an dieser Stelle möchte ich jetzt auch einfach kurz meine persönliche Perspektive einbringen!

00:08:05: Ich habe es am Anfang schon erwähnt, ich arbeite gerade sehr aktiv daran mein Griechisch zu verbessern und mein griechisches ist weit davon entfernt in irgendeiner Form einen Erstsprecherniveau zu haben.

00:08:15: und ich sage ganz ehrlich meinen Ziel ist es auch überhaupt nicht erstsprecherniveau in dieser Sprache zu erreichen.

00:08:21: Mein Ziel is es mich in Griechenland frei von der Leber weg mit allen Menschen unterhalten zu können nicht nur einkaufen gehen können, ich möchte mich in meinem Fitnessstudio mit meinen Trainer unterhalten kann.

00:08:35: Ich möchte mich mit den Menschen unterhalten können, mit denen ich dort beisammen bin.

00:08:39: Ich will mit anderen Eltern kommunizieren können.

00:08:43: Ich würde ein Level erreichen wo mein Wortschatz und meine Grammatik groß genug sind dass ich sicher und gerne kommuniziere.

00:08:54: Darum arbeite ich an meiner Kompetenz, nicht um Erstsprecher Niveau zu erreichen.

00:08:59: Und das Gleiche sollten wir in meinen Augen auch unseren Kindern zugestehen und vor allem dann auch uns selbst als Eltern zugestehnen wenn wir es nicht geschafft haben meine Sprache von Anfang an weiterzugeben.

00:09:10: Und anstatt dann zu sagen na jetzt ist es eh zu spät und jetzt erreichen wir ja nie wieder dieses Level also brauchen wir gar nicht erst anfangen.

00:09:18: diese Haltung die lehne ich einfach ab weil sie damit den Kindern die Möglichkeit nimmt, sich überhaupt in der Sprache verständigen zu können.

00:09:26: Das heißt meine wichtigste Botschaft an dich, falls dich das betrifft, weil du deine Sprache bis jetzt nicht weitergegeben hast ist folgende... starten kannst.

00:09:51: Wenn.

00:09:51: eins ist klar, heute ist der beste Zeitpunkt um loszulegen ganz egal wie alt ein Kind gerade ist.

00:09:56: und jetzt komme ich zur etwas ausführlicheren Antwort wo ich die einzelnen Altersgruppen mit dir durchsprechen möchte damit du eine bessere Idee davon hast was die Besonderheiten dieser einzelnen altersgruppe sind.

00:10:07: wenn du bis jetzt noch nicht gestartet hast dann ist das folgende Für dich wahrscheinlich ein bisschen frustrierend.

00:10:14: Trotzdem möchte ich es nicht vorenthalten, natürlich ist es am einfachsten wenn wir abgeburt starten und die Gründe dafür sind verschiedene.

00:10:21: erstens das Kind wenn's neu auf die Welt kommt antwortet dir nicht

00:10:25: d.h.,

00:10:26: dass kann dich nicht durch eine andere Sprache irritieren sowie das oft später dann der Fall ist wenn die Kinder mit der Umgebungssprache nach Hause kommen.

00:10:33: Das nächste ist Die Babys kommen auf die Welten sind dazu ausgerichtet alle ihre umgebungssprachen automatisch eigentlich sehr unkompliziert aufzunehmen, zu verarbeiten und abzuspeichern.

00:10:46: Oft gar nicht erwähnt wird, in meiner Erfahrung nach und in meinen Augen aber ein essenzieller Faktor ist.

00:10:51: Nämlich wenn du Abgeburt beginnst, dann etablierst du von Anfang an diese Gewohnheit einerseits für dich selber dass du dich daran gewöhntest dieser Sprache zu sprechen andererseits natürlich für dein Umfeld und für deinen Kind das deiner Sprache einfach ein fixer und selbstverständlicher und vor allem auch nicht verhandelbarer Teil eures Lebenses.

00:11:09: Wenn du jetzt nicht ab Geburt gestartet hast Aber dein Kind noch nicht zwei Jahre alt ist Dann kannst Du immer noch super easy.

00:11:16: In dem Alter erwarten wir eigentlich noch keine Gegenwehr der Kinder.

00:11:19: Sie nehmen die Sprache im Normalfall immer noch sehr leicht an und entsprechen doch leicht auf, weil sie ohnehin gerade in einer absoluten Hochphase ihres Erzspracherwerbs sind.

00:11:29: Etwas schwieriger wird es dann schon wenn dein Kind schon ein bisschen älter ist und du zwischen circa drei und fünf Jahren mit deiner Sprache beginnen möchtest.

00:11:38: Das ist üblicherweise die Phase in der Kinder sehr hohe Erwartungssicherheit schätzen und in der Kinder ihre innere und äußere Ordnung gerne haben.

00:11:49: Das ist die Phase, wo Kinder Dinge gerne tatsächlich ordnen nach Farbe, nach Größe, in Reihe und Glied aufstellen.

00:11:57: Und genau so haben sie gerne diese Ordnung im Umfeld.

00:12:01: Wenn du jetzt also beginnst mit einem Kind in diesem Alter zwischen drei und fünf Jahren deine Sprache zu sprechen Dann kann es gut möglich sein.

00:12:09: Es muss nicht, aber es kann gut möglich oder es würde nicht überraschen wenn dein Kind sagt, hör auf, red normal mit mir.

00:12:16: ich mag das nicht lass mich in Ruhe Ich versteh dich nicht, red ordentlich mit mir.

00:12:21: all diese Dinge können von deinem Kind kommen und das ist völlig in Ordnung und völlig altersgemäß.

00:12:26: Was machst du jetzt?

00:12:27: Wenn dein Kind genau in dieser Altersgruppe ist und du jetzt mit deiner Sprache starten möchtest und dein Kind dann sagt, es will das nicht Diese Gegenwehr deines Kindes.

00:12:36: erst einmal eine Einladung an dich.

00:12:38: Nämlich, eine Einladung zu verstehen was denn eigentlich die zugrunde liegenden Bedürfnisse deines Kindes sind und herauszufinden in welchen Situationen es leichter geht deine Sprache mit deinem Kind zu sprechen zu beginnen.

00:12:51: Gleichzeitig ist das noch immer kein Grund nicht mit deiner Sprache zu beginnen Denn immer noch gilt je früher du beginnst desto mehr Zeit hast Du insgesamt Deine Sprache an dein Kind weiterzugeben.

00:13:03: Und eins ist auch ganz klar Die Verantwortung, ob deine Sprache weitergegeben wird oder nicht liegt zu hundert Prozent bei dir und dein Kind kann und darf diese Entscheidung nicht für euch übernehmen.

00:13:16: Wenn dein Kind jetzt noch ein Stück älter ist und möglicherweise gerade vor der Einschulung steht was in zb Österreich oder Deutschland rund mit sechs Jahren der Fall ist dann ist das die einzige Phase in der ich sagen würde wann du startest kommt jetzt ein bisschen drauf an Denn ich rate nicht dazu.

00:13:36: gleichzeitig mit dem Schuleintritt, mit einer neuen Sprache zu beginnen.

00:13:41: Sondern ich würde immer dazu raten dass das zumindest zwei bis drei Monate vor dem Schuleintritt begonnen wird damit die Sprache wenn die Schule losgeht bereits etabliert ist und nicht noch zu einer zusätzlichen Belastung wird.

00:13:52: Denn ein Schulentritt ist ein großer Einschnitt in das Leben des Kindes Und fordert in vielen Fällen Vor allem in den ersten Monaten sehr viel Energie und verlangt den Kindern grundsätzlich viel ab.

00:14:05: möchte ich das im Normalfall nicht parallel zueinander machen.

00:14:08: Das heißt, wenn du schon weißt, dass das bald passieren wird dann rate ich dir dringend dazu, das vorzuverlegen!

00:14:14: Wenn dein Kind jetzt gerade im September eingeschult worden ist, dann gib ihm noch ein bisschen Zeit vielleicht bis Ende des Jahres und starte am besten spätestens in Jena mit der Weitergabe deiner Sprache.

00:14:25: Wenn dein kind jetzt bereits in der Schule oder möglicherweise auch schon ein Teenager ist, ist immer noch alles möglich.

00:14:31: Und nach wie vor verfolge ich auch bei älteren Kinder immer noch ein sogenanntes Emissionskonzept.

00:14:37: Das heißt, die Sprache wird sukzessive zu einem natürlichen Bestandteil des Alltags gemacht und die Kinder werden hier nicht unterrichtet bekommen keine Vokabellisten oder Grammatikregeln erklärt.

00:14:49: Kläre Ausnahme außer sie verlangen das explizit was ältere Kinder manchmal machen sondern wir machen es immer noch so dass wir im Grunde genommen einfach beginnen in bestimmten Situationen die Sprach mit den Kindern zu sprechen.

00:15:01: Ältere auch einen kleinen Vorteil.

00:15:06: Das Erste ist, dass Sie sehr viel bewusster mitgestalten können wie der Prozess abläuft.

00:15:11: und ja ich habe tatsächlich schon Kinder erlebt die dann explizit nach Regeln oder Ausnahmen gefragt haben oder die dann verstehen wollten wie die Sprache funktioniert und das erklärt bekommen haben wollen.

00:15:22: und selbstverständlich gehen wir dann auch darauf ein.

00:15:25: Außerdem sind ältere Kinder eher in der Lage auf bereits vorhandenes sprachliches Wissen zurückzugreifen und zum Beispiel Strukturen miteinander zu vergleichen, Wörter miteinander zu verglichen.

00:15:36: Und sich hier somit auch Brücken zu bauen dienen dabei helfen können sich die neue Sprache schneller zu erschließen.

00:15:43: Tatsächlich ist es sogar so dass es in der Forschung Hinweise darauf gibt ältere Lernende zumindest in der ersten Phase des Grammatikerwerbs schneller unterwegs sind tatsächlich als jüngere Kinder, vermutlich weil sie sich eben auf andere bereits erworbenen Strukturen stützen können.

00:16:00: Die größte Herausforderung bei älteren Kindern und warum ich trotzdem immer sagen werde beginn lieber heute als morgen ist, dass je älter die Kinder werden, desto weniger Zeit wir als Eltern mit ihnen haben.

00:16:14: Die Kinder sind selbstständiger, die Kinder wollen auch weniger mit uns Zeit verbringen was völlig natürlich ist und Teil des Entwicklungsprozesses ist.

00:16:23: aber natürlich fehlt uns damit dann auch die Zeit für die Weitergabe und die Einbindung der Sprache in unseren Alltag.

00:16:29: Hier müssen wir natürlich auch in Bezug auf unsere Ziele realistisch sein.

00:16:33: Bei einem sehr jungen Kind kann ich mir noch sehr viel höhere Ziele stecken, die ich gemeinsam mit dem Kinder reichen möchte als wenn mein Kind bereits ein Teenager ist.

00:16:42: Hier können wir dann noch entscheiden und ich möchte jetzt einen Fundament legen.

00:16:47: Und hier an dieser Stelle ist es mir auch ganz wichtig zu sagen Es geht nicht nur rein um das sprachliche Fundament.

00:16:53: Es geht hier nicht nur um die grammatikalische Kompetenz zum Beispiel diese Studie mit den über sechshunderttausend Teilnehmern angeschaut hat, sondern es geht um wesentlich mehr.

00:17:05: Wenn wir es schaffen die Sprache in unserer Familie zu integrieren – auch wenn unser Kind bereits älter ist -, dann legen wir hier ein ganz anderes Fundament für die Kinder Als das zum Beispiel passiert, wenn eine Sprache in der Schule gelernt wird beispielsweise.

00:17:29: Wo relativ wenig emotionale Verbindung vorhanden ist.

00:17:32: Darum hat diese Weitergabe an die Kinder für mich nochmal eine ganz andere Qualität Wenn sie in der Familie stattfindet und langfristig auch einen wesentlich größeren Nutzen.

00:17:43: Selbst wenn dein Kind vielleicht schon zwölf, dreizehn oder vielleicht sogar fünfzehn Jahre alt ist.

00:17:47: Und du weißt dieses Fenster geht jetzt rasant zu Ende Es macht nichts.

00:17:52: Startet trotzdem lieber jetzt noch anstatt diese Chance völlig vorbeiziehen zu lassen und dann mit siebzehn, achtzehn dein Kind zu verabschieden wenn es auf die Uni geht, wenn's auszieht, wenns vielleicht ins Ausland geht nutzt die Zeit jetzt noch.

00:18:07: Und eine Sache ist übrigens ident egal ob wir von kleinen Kindern, von Schulkindern oder von Teenagern reden Nur durch eine konstante Aufrechterhaltung der Sprache im Leben des Kindes kann das Kind auch langfristig im Idealfall ein Leben lang davon profitieren.

00:18:23: Und nur wenn wir es als Eltern schaffen, diese Sprache wirklich zum lebendigen Teil des Alltags werden zu lassen und zwar langfristige und nicht nur punktuell haben die Kinder einen Fundament auf das sie später dann auch selber aufbauen können und dass es ihnen ermöglicht, die Sprache insgesamt sehr viel schneller auszubauen und zu vertiefen, wenn Sie das möchten?

00:18:42: In allen Fällen ist mehr Sprachigkeit in der Familie immer ein Marathon und kein Sprint.

00:18:47: Und je jünger die Kinder sind, desto mehr Gelegenheit haben wir, die Sprache zu einem lebendigen Teil unserer Beziehung zu machen.

00:18:53: Lass uns jetzt zum Schluss noch praktisch werden!

00:18:55: Was kannst du jetzt konkret tun?

00:18:56: Egal wie alt dein Kind ist – wenn du es bis jetzt noch nicht geschafft hast mit deiner Sprache loszulegen.

00:19:01: Es sind zwei Dinge, die ich dir hier jetzt mitgeben möchte….

00:19:04: Das Erste ist, such dir sofort eine Situation die sehr vertraut und bekannt ist mit ähnlichen Abläufen und ähnlicher Sprache, die immer wieder verwendet wird.

00:19:14: Und die sich regelmäßig wiederholt – das ist ganz, ganz wichtig, dass sich diese Situation am besten täglich wiederhult!

00:19:20: Dann beginnt direkt in dieser Situation deiner Sprache zu sprechen nicht zu übersetzen, nicht hin- und herzugehen sondern sprich diese Sprache in dieser vertrauten Situation Und damit kannst du heute noch oder schon morgen beginnen.

00:19:34: Das Zweite ist, und das ist jetzt wieder die Verbindung zu vielen was ich vorher schon gesagt habe wirklich auszahlen.

00:19:40: tut sich das alles nur wenn Du bereit bist da langfristig dran zu bleiben.

00:19:45: Wir alle kennen das!

00:19:46: Jeder hat so ihre Herausforderungen in verschiedenen Bereichen sei es im Sport oder sei es mit der Ernährung Und du hast sie vielleicht gerade mit der Sprache.

00:19:55: Wenn wir am Anfang sehr motiviert sind und euphorisch sind, um plötzlich einen Plan haben und wissen was wir tun und was wir wollen oder erreichen wollen dann ist es sehr leicht für uns zu beginnen.

00:20:06: Diese Anfangsmotivation dieser erste Schub ist oft sehr groß.

00:20:10: Die Herausforderung beginnt wenn diese erste Motivation nachlässt Wenn der Alltag zuschlägt, wenn jemand krank wird.

00:20:19: Wenn es im Beruf stressig wird, wenn's zu Hause Streitereien gibt.

00:20:23: Wenn das Kind krank ist und in der Schule Schwierigkeiten gibt.

00:20:27: Dann beginnt die Herausforderung trotzdem dranzuleiben.

00:20:30: Und danach trennen sich diejenigen von denen, die wieder aufgeben.

00:20:37: Diejenigen, die es schaffen haben meist eine Sache sehr bewusst gemacht.

00:20:42: Die haben sich nämlich Unterstützung geholt Sei es in Form von einer Freundin, mit der man das gemeinsam macht.

00:20:49: Gemeinsam ins Fitnessstudio zu gehen ist auch immer einfacher als alleine oder sei es in form von professioneller Unterstützung oder einer Community wo gemeinsam geschaut wird dass alle dran bleiben und die Herausforderungen die unweigerlich auftreten auf so einem Weg Individuell, abgestimmt auf das Kind.

00:21:07: Abgestimmt die Bedürfnisse der Familie so gelöst werden dass diese bestimmte Herausforderung in dieser einen Familie zukünftig nicht mehr zu einem Stolperstein werden kann.

00:21:19: Ich begleite solche Prozesse übrigens seit Jahr zwanzig permanent in meiner täglichen Arbeit mit Familien.

00:21:24: Und meine Erfahrung zeigt, dass so eine Begleitung mindestens sechs Monate dauern sollte damit die Sprache wirklich selbstverständlich etabliert ist und die Eltern wirklich wissen was sie wann zu tun haben und wie sie ihre Prozisse immer wieder auf die Bedürfnisse ihrer Familie und ihrer Kinder anpassen können.

00:21:42: Genau diese Art von Begleitung bieter ich übrigens in meinem Gruppenprogramm für Mehrsprache Gemütter, dem MMC Maltillengol Moment am Club.

00:21:49: Dieses Programm startet wieder komplett neu durch im Jena-Jahr-Jähriger-Jahre Jahrzehnte.

00:21:55: Da ist jetzt noch ein bisschen Zeit hin.

00:21:57: falls du nicht so lange warten möchtest dann trage dich jetzt sofort auf die Warteliste für das Programm ein denn es wird noch dieses Jahr einen Early Access geben.

00:22:04: nur für die die auf der Wartelliste stehen Und für die, die auf der Warteliste stehen wird es auch einen ganz besonderen Bonus geben.

00:22:12: Denes nur in diesem Jahr noch gibt.

00:22:14: für all diejenigen, die noch einsteigen wollen!

00:22:16: Ich danke dir von Herzen dass du heute wieder dabei warst bei Maldilling World Stories.

00:22:20: ich hoffe Du konntest dir ganz viel mitnehmen für deinen mehrsprachigen Alltag und hoffentlich auch die Motivation jetzt noch loszulegen was du jemanden kennst für den diese Folge spannend ist dann leid.

00:22:31: sie bitte super gerne weiter hinterlassen seinen Kommentar.

00:22:34: Hinterlasst uns ein Like und ich freue mich, wenn du das nächste Mal wieder dabei bist.

00:22:38: Wenn sie wieder heißt Hallo und herzlich willkommen bei Multi-Lingual Stories!

Über diesen Podcast

Der Nummer 1 Podcast für zweisprachige und mehrsprachige Familien, Eltern und alle, die Bilingualität und Mehrsprachigkeit im Alltag leben und fördern möchten. Tauche ein in inspirierende Geschichten von Menschen, die über Sprachgrenzen hinweg kommunizieren und multikulturelle Lebensweisen meistern.

Erfahre, wie du deine Familiensprachen mit Leichtigkeit und Freude an die nächste Generation weitergibst. Egal, ob du gerade mit bilingualer Erziehung beginnst oder schon viel Erfahrung mit Mehrsprachigkeit hast – hier findest du garantiert wertvolle Impulse für die Sprachförderung deiner Kinder.

Ich bin Dr. Bettina Gruber, promovierte Sprachwissenschaftlerin, ausgebildete Mediatorin, Mutter von 3 dreisprachigen Kindern und Expertin für Mehrsprachigkeit. In jeder Folge teile ich wertvolle Tipps, praktische Strategien und persönliche Einblicke, damit Kinder ihre Herkunftssprachen mit Spaß und Stolz lernen und leben.

Lass dich inspirieren und erfahre, wie du Mehrsprachigkeit, Zweisprachigkeit und kulturelle Vielfalt erfolgreich in deinem Familienalltag integrieren kannst. Besuche www.dielinguistin.at für mehr Infos und Ressourcen rund um das Thema Mehrsprachigkeit.

von und mit Dr. Bettina Gruber

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